Allgemeine Geschäftsbedingungen
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese AGB gelten für alle Verträge über die Nutzung der Programme Zevio Prax, Zevio Business und Zevio Craft sowie der zugehörigen Zusatzmodule (zusammen „Software“) zwischen Zevio Desk, Inhaber Timo Schulze, Am Wasser 60, 14548 Schwielowsee („Anbieter“) und dem Kunden.
(2) Unser Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, also an natürliche oder juristische Personen, die bei Abschluss des Vertrags in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handeln – zum Beispiel Praxen, Freiberufler und Betriebe. Verträge mit Verbrauchern schließen wir nicht.
(3) Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn wir ihnen ausdrücklich in Textform zustimmen.
§ 2 Leistungen
(1) Der Anbieter überlässt dem Kunden die Software zur Installation auf eigenen Rechnern für die Dauer des Vertrags (Abonnement). Den Funktionsumfang beschreibt die Produktseite auf zevio-desk.de in der bei Vertragsschluss gültigen Fassung.
(2) Die Software speichert alle Daten des Kunden verschlüsselt auf den Rechnern des Kunden. Der Anbieter betreibt keine Datenhaltung für den Kunden und hat keinen Zugriff auf diese Daten.
(3) Zur Prüfung der Lizenz verbindet sich die Software in regelmäßigen Abständen mit dem Lizenzserver des Anbieters. Übertragen werden nur Lizenzschlüssel, eine zufällige Installationskennung, Versionsnummer und Betriebssystem. Eine erfolgreiche Prüfung gilt 30 Tage; in dieser Zeit funktioniert die Software auch ohne Internetverbindung.
(4) Zusatzmodule und Sonderentwicklungen werden gesondert vereinbart.
§ 3 Test und Vertragsschluss
(1) Der Kunde kann die Software 30 Tage kostenlos und unverbindlich testen. Der Test endet automatisch; er verlängert sich nicht kostenpflichtig.
(2) Die Darstellung der Software auf der Webseite ist kein bindendes Angebot. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde das Abonnement über die Webseite oder in der Software bucht und der Anbieter die Buchung per E-Mail bestätigt oder die Lizenz freischaltet.
(3) Der Vertragstext wird vom Anbieter gespeichert und dem Kunden mit der Bestätigung per E-Mail übermittelt. Vertragssprache ist Deutsch.
§ 4 Nutzungsrechte
(1) Der Kunde erhält für die Dauer des Vertrags ein einfaches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht, die Software für eigene betriebliche Zwecke auf der gebuchten Anzahl von Arbeitsplätzen zu nutzen. Ein zusätzlicher Rechner für den Wechsel auf ein neues Gerät ist zulässig.
(2) Der Kunde darf die Software nicht vermieten, weiterverkaufen, verändern, zurückentwickeln oder Schutzmechanismen umgehen, soweit dies nicht nach §§ 69d, 69e UrhG ausdrücklich erlaubt ist.
(3) Alle Rechte an der Software, einschließlich Quellcode, Dokumentation und Marken, verbleiben beim Anbieter. Die Daten des Kunden gehören ausschließlich dem Kunden.
§ 5 Preise und Zahlung
(1) Es gelten die bei Vertragsschluss auf zevio-desk.de angegebenen Preise. Der Anbieter weist auf der Rechnung aus, ob Umsatzsteuer berechnet wird.
(2) Die Vergütung ist je nach gewählter Laufzeit monatlich oder jährlich im Voraus fällig. Die Zahlung erfolgt per SEPA-Lastschrift oder Kreditkarte über einen Zahlungsdienstleister. Rechnungen erhält der Kunde per E-Mail.
(3) Kann eine Zahlung nicht eingezogen werden, trägt der Kunde die dadurch entstehenden Bankgebühren, sofern er dies zu vertreten hat. Bei Zahlungsverzug von mehr als 14 Tagen darf der Anbieter die Lizenz nach vorheriger Ankündigung auf den Nur-Lese-Betrieb (§ 7) umstellen.
(4) Der Anbieter kann die Preise mit einer Ankündigung von mindestens sechs Wochen in Textform zum Beginn eines neuen Abrechnungszeitraums ändern. Der Kunde kann in diesem Fall bis zum Wirksamwerden der Änderung kündigen; darauf weist der Anbieter in der Ankündigung hin.
§ 6 Laufzeit und Kündigung
(1) Monatsabonnements laufen auf unbestimmte Zeit und können von beiden Seiten jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungsmonats gekündigt werden.
(2) Jahresabonnements haben eine Laufzeit von zwölf Monaten und verlängern sich um jeweils weitere zwölf Monate, wenn sie nicht bis einen Monat vor Ablauf gekündigt werden.
(3) Die Kündigung ist in Textform (zum Beispiel per E-Mail) oder über das Kundenportal möglich. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
§ 7 Nach Vertragsende
(1) Nach Ende des bezahlten Zeitraums und einer Kulanzzeit von 14 Tagen schaltet die Software in den Nur-Lese-Betrieb. Der Kunde kann seine Daten dann weiterhin ansehen, drucken und vollständig exportieren, aber keine neuen Daten anlegen. So kann er seinen Aufbewahrungspflichten nachkommen.
(2) Der Export steht in offenen Formaten (Excel, CSV, PDF) zur Verfügung. Ein Anspruch auf Löschung beim Anbieter besteht nicht, weil der Anbieter die Daten des Kunden nicht speichert.
§ 8 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde sorgt für die in der Produktbeschreibung genannten Systemvoraussetzungen und für eine regelmäßige Datensicherung auf einem getrennten Datenträger. Die Software bietet dazu eine automatische Sicherung, die der Kunde einrichten und deren Funktion er gelegentlich prüfen soll.
(2) Der Kunde hält Passwörter, Lizenzschlüssel und den Wiederherstellungsschlüssel geheim und sicher verwahrt. Ohne Passwort und Wiederherstellungsschlüssel können verschlüsselte Daten von niemandem – auch nicht vom Anbieter – wiederhergestellt werden.
(3) Die Software unterstützt den Kunden bei Verwaltung, Abrechnung und Buchhaltung. Für die inhaltliche Richtigkeit seiner Rechnungen, die Einhaltung von Gebührenordnungen, steuerlichen Vorgaben, Berufs- und Datenschutzpflichten bleibt der Kunde verantwortlich. Die Software ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung.
§ 9 Datenschutz
(1) Da alle Daten des Kunden ausschließlich auf seinen eigenen Rechnern gespeichert werden und der Anbieter darauf keinen Zugriff hat, verarbeitet der Anbieter im Rahmen der Softwarenutzung keine personenbezogenen Daten der Kunden des Kunden (zum Beispiel Patientendaten).
(2) Für die Daten, die der Anbieter zur Vertragsabwicklung und Lizenzprüfung über den Kunden selbst verarbeitet, gilt die Datenschutzerklärung auf zevio-desk.de.
(3) Bietet der Anbieter in Einzelfällen Hilfe an, bei der er Einblick in Daten des Kunden erhalten könnte (zum Beispiel per Bildschirmfreigabe), geschieht dies nur auf Wunsch des Kunden und auf Grundlage einer gesonderten Vereinbarung.
§ 10 Updates und Support
(1) Während der Vertragslaufzeit erhält der Kunde Updates und neue Versionen der gebuchten Software ohne Aufpreis. Der Anbieter darf die Software weiterentwickeln, solange die vereinbarten wesentlichen Funktionen erhalten bleiben.
(2) Support erfolgt per E-Mail und Kontaktformular an Werktagen (Montag bis Freitag, außer bundeseinheitliche Feiertage). Der Anbieter bemüht sich, Anfragen innerhalb von zwei Werktagen zu beantworten.
§ 11 Mängel
(1) Der Anbieter stellt die Software in einem für die vertragsgemäße Nutzung geeigneten Zustand bereit und hält sie während der Laufzeit in diesem Zustand. Mängel beseitigt der Anbieter nach seiner Wahl durch ein Update, eine Umgehungslösung oder eine Anleitung.
(2) Der Kunde meldet Mängel unverzüglich mit einer nachvollziehbaren Beschreibung. Die verschuldensunabhängige Haftung für bereits bei Vertragsschluss vorhandene Mängel (§ 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB) ist ausgeschlossen.
(3) Für kostenlose Testzugänge gelten die Regeln der Leihe; der Anbieter haftet insoweit nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie bei arglistigem Verschweigen eines Mangels.
§ 12 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht – also einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf – ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
(3) Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nur in dem Umfang, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden (§ 8 Abs. 1) für die Wiederherstellung erforderlich gewesen wäre.
(4) Die vorstehenden Beschränkungen gelten auch zugunsten von Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
§ 13 Änderungen dieser AGB
Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn ein sachlicher Grund besteht, etwa geänderte Rechtslage oder neue Funktionen. Er teilt Änderungen mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform mit. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten die Änderungen als angenommen; auf diese Folge und das Recht zur Kündigung weist der Anbieter in der Mitteilung hin. Änderungen der Hauptleistungspflichten und der Preise erfolgen nur nach § 5 Abs. 4.
§ 14 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Sitz des Anbieters.
(3) Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.
Stand: Oktober 2026